Baerg

28. August 2006

Waehrend den letzten Tagen in Toronto und den 8 Stunden Flug nach Hause habe ich wirklich intensiv ueberlegt, was fuer ein kreativer Schlusseintrag ich fuer meinen Reiseblog verwenden koennte - vielleicht eine Danksagung, Resuemee oder ein Rueckblick ueber die 6 Monate… :)? Aber schlussendlich bei der Heimfahrt in der letzten Kurve vom Triesenberger Dorfplatz ist mir doch der Beste von allen eingefallen: ENDE!

Schwimmfaehigkeiten ungenuegend

26. August 2006

Kanada ist schon ein cooles Land, obwohl Montreal doch ziemlich franzoesisch angehaucht war (oder ist) :). Die Stadt hat echt viel Charakter. Mittlerweile bin ich aber bereits schon in Toronto. Eigentlich habe bei Toronto gar kein so belebter Platz erwartet - aber auf der Yong Street (der Hauptschlagader Toronto’s) fuehlt man sich schon fast wie auf dem New Yorker Time Square.

Uebrigens habe ich vor einigen Tagen das “Stefan-Renormalisierungs-Programm” gestartet, um mich wieder so langsam in den Alltag der Nachreisezeit einzuleben - sprich mich wieder regelmaessig zu rassieren, meine Fingernaegel zu schneiden, des oefteren wieder den Kopfpelz zu stutzen usw. :). Nein nur ein kleiner Schwerz - aber einen Coiffeur habe ich wirklich vor eingen Tagen wiedereinmal aufgesucht und dabei etwas unuebliches erlebt. Normalerweise versuche ich ja wirklich ohne Vorurteile und Klischees durchs Leben zu gehen, aber aus sicherheitstechnischen Gruenden ist klar, dass man mit einer maennlichen Friseuse doch etwas “wachsamer” eine Unterhaltung fuehrt :). Und mein messerscharfer Spuersinn hat mich in diesem Fall nichteinmal getaeuscht - dankend musste ich die Einladung zum “gemeinsam-Kleider-shoppen” ablehnen. Doch der Wink mit dem Zaunpfahl - “Nein danke, werde danach noch mit meiner F-R-E-U-N-D-I-N telefonieren” war anscheinend zu unklar formuliert - nach dem Bezahlen ist mir der freundliche Mann noch nachgeeilt um mir ein Kaertchen mit seiner privaten Handynummer zuzustecken ;). Sorry - bin kein guter Schwimmer, kenne nur das eine Ufer.

Zurueck in Kanada

21. August 2006

Wow, habe ich auf diesen Zeitpunkt schon lange gewartet - 2 Monate um genau zu sein. Seit zwei Tagen ist er nun endlich wieder weg - die ewigen Streitereien, halben Totschlaege, nicht endenden Meinungsverschiedenenheiten, dummen Sprueche sind mir schon so etwas auf den Sack gegangen! Nein eh nicht - war eine super Zeit mit Faeger in Amerika ;-) - Das einzige was am vorhergehenden stimmt ist, dass Faeger vorgestern von Boston wieder nach Hause geflogen ist, unsere zwei monatige ehe-aehnliche Beziehung vorueber ist ;-) und ich nun alleine noch durch Ost-Kanada ziehen werde.

Die Stadt Boston koennte ich unter der Kategorie “gemuetlich” einordnen - nicht extrem speziell und nicht viel zu sehen, aber ruhig und sympatisch. In Boston haben wir auch unser Mietauto Nr. 2 dem Besitzer zurueckgegeben. Nach dem KVP Prinzip (haben ich in der Hilti gelehrt bekommen), dem “Kontinuierlichen-Verbesserungs-Prozess”, haben wir uns auch im Abfall-Management zu verbessern versucht. Und seht selbst, das Ergebniss kann sich sehen lassen :).

Auto #1:

Auto #2:

Vielleicht interessiert euch diese Art von Information nicht zu sehr - gestern musste ich den 4. Regentag in den ganzen letzten 2 Monaten erleiden :). Genau das Richtige Wetter um 8 Stunden lang in den Bus zu sitzen und den ganzen Weg von Boston nach Montreal zurueckzulegen :). Bin also jetzt nicht mehr im Land mit den Sternen und Streifen, sondern beim Ahornblatt. Hier ist die Internetcafedichte wieder etwas hoeher und ich hatte endlich wieder die Infrastruktur um die 140 Bilder von New York City und Boston auf den Server zu stellen :) –> Galerie.

Oben am jungen Rhein…

17. August 2006

New York City ist voll die coole Stadt… jetzt sind wir bereits 5 Tage stationaer und haben immer noch nicht alles gesehen. Haetten besser einige Tage in Detroit gestrichen und NYC etwas verlaengert - aber spaeter ist man ja immer schlauer. Aus der finanziellen Perspektive ist es aber wahrscheinlich besser wenn wir heute die Reise nach Boston fortsetzen - irgendwie liegt hier eine “Geldausgebeschwingung” in der Luft :).

Blue Man Group war absolut die coolste Show die ich bis jetzt gesehen habe - auf einer Begeisterungsskala von 0 bis 10 eine klare 11 :). Stomp in Chicago war ja schon der Hammer, aber Blue Man hat nochmal eins draufgesetzt. Wer die Moeglichkeit hat die Show zu sehen - ein Muss.

Einen Tag spaeter (hoffe uebrigens ihr hattet alle einen schoenen Staatsfeiertag :) ) versuchten wir mit einer Nationalsportart der Amerikaner den Ausfall vom Fuerstenfest zu kompensieren - falsch geraten, kein Candlelight Dinner bei McDonalds :). Wir verfolgten im Stadion ein Baseballgame der Yankees mit. Stimmung war tip top und das Spiel ja auch interessant (zumindest die ersten paar Stunden), aber als sie nach ueber 4 Stunden immernoch 2 von 10 Runden zu spielen uebrig hatten waren wir gezwungen zu kapitulieren.

Uebrigens - haette ich hier die Moeglichkeit meine Fotos hochzuladen koenntet ihr sehen, dass ich den Stuhl von Liechtenstein bei den United Nations gefunden habe :). Weiss aber leider nicht wer auf ihm sitzt - ein Beck, Schaedler oder Vogt :)?? Muss das noch weiterverfolgen…

40° 42′ N, 74° 00′ W

14. August 2006

New York City ist bereits die zweitletzte Station auf unserem USA Reiseplan bevor Faeger wieder die Heimreise auf sich nimmt und ich noch die letzten paar Meter durch Ost-Kanada ziehen werde. New York City ist eine rieeesige Stadt mit enorm viel zu sehen - Ground Zero, Empire State Building, Broadway, Freiheitsstatue uvm… Irgendwie genau so wie man sie sich aus dem Fernsehn vorstellt - massenhaft Leute, Hochhaeuser wohin man blickt und ein sehr hektischer Verkehr.

Gestern widmeten wir uns dem anscheinend groessten Spielzeugladen der Welt - Toys’R'Us auf dem Time Square - drei Stockwerke randvoll mit Spielzeug… Wahrscheinlich ist es an unserem Alter gelegen, dass wir fuer uns selber nichts Kaufanregendes mehr gefunden haben :). Einen Tag vorher besuchten wir ebenfalls einen Ort mit viel Spielzeug, jedoch der etwas anderen Art - wir warfen einen Blick in das Museum of Sex (am Rande erwaehnt: auch dort haben wir nichts kaufanregendes gefunden). 12 Dollar Eintritt waren fuer diese Attraktion im Nachhinein gesehen aber zu viel.

Heute Abend werden wir einige blaue Typen bestaunen (sind weder eine neue Rasse Mensch, noch alkoholisiert) - freue mich enorm auf die Show. Booooaaa: Blue Man Group New York!!!

Gambling #2

9. August 2006

Falsch geraten - den Flug nach Abu Ghraib haben wir noch nicht genommen, befinden uns immernoch auf amerikanischem Grund :). Der Grund fuer die lange Sendepause liegt ein weiteresmal beim Internetzugang.

Falls ihr mit dem Gedanken spielt Detroit einmal zu besuchen - tut es nicht, ihr koennt die Zeit besser investieren. Die einzigen zwei sehenswerten Attraktionen die die Stadt zu bieten hat sind die Fuehrung durch die Fordwerke und das Henry Ford Museum. Um unsere restliche Zeit totzuschlagen, beschlossen wir uns einmal in die eine oder andere Gewohnheit der Amerikaner einzufuehlen. Mit aller Entschlossenheit bestellten wir uns massenweise Fastfood per Pizzakurier aufs Zimmer und sahen stundenlange fern :). Super Ueberleitung - Essen…

Die anschliessenden zwei Naechte in Buffalo waren dagegen tip top :) - ein weiteres kulinarisches Highlight. Insgesamt durften in den letzten Tagen nicht weniger als 45 Huehner Faeger und mir ihre (90) Fluegel spenden. Nicht zum fliegen (dafuer haben wir schon die Gleitschirme) sondern als superfein zubereitete Chicken Wings. 1964 startete von der Anchor Bar aus die Revolution - die Geburtsstaette der Buffalo Wings. Buffalo ist eine angnehme Stadt - auch bietet sich ein Ausflug (nur 30min entfernt) zu den Niagara Faellen an. Wirklich eindruecklich vertikal fliessendem Wasser zuzusehen :). Cool ist das Angebot “Maid of the Mist”. Ausgestattet mit einem Ganzkoerperkondom geht es per Schiff an den Fuss der Faelle - direkt in die riesige Wasserwolke. Aus Ruecksicht auf die Elektronik meiner Kamera findet ihr in der Galerie kein Foto der Faelle aus dieser Perspektive, dafuer viele andere :).
Niagara

Jeder verdient eine zweite Chance :) darum haben wir gestern die seeehhhr spannenden 7 Stunden Fahrt zurueck an die Kueste zurueckgelegt - in’s Las Vegas vom Osten - “Atlantic City”. 3 Naechte haben wir fuer diese Stadt in unserem Masterplan vorgesehen. Rechnungsbericht folgt :).

Beschleunigungskraft

3. August 2006

Viele ”Hauptattraktionen” von Detroit haben wir zwar noch nicht besucht um eine Bewertung abzugeben - die Stadt selber macht aber aus unserer Sicht nicht einen sehr einladenden Eindruck… Ein Grossteil der Gebaeude sind heruntergekommen und verwahrlost. Manchmal sieht man die glasige Fassade einiger grossen Konzerne glitzern (Ford und Co.).

Der gestrige Tag war spannend - wir schleuderten unseren Koerper in jede erdenkliche Lage und drehten uns wahrscheinlich 100mal um die eigene Achse. Der “Cedar Point” Freizeitpark wurde von uns auf seine Tauglichkeit getestet :)… Ich glaube den Titel “Rollercoaster Capital of the World” verdient er zurecht - insgesamt versuchen 16 Achterbahnen einem den Mageninhalt umzudrehen :). Ein technisches Meisterwerk beschleunigt den Zug in weniger als 4 Sekunden von 0 auf 200km/h und katapultiert ihn anschliessend im 90 Grad Winkel vertikal Richtung Himmel. Gebaut wurde diese Bahn von einem schweizer Hersteller - nichtsdestotrotz, wir haben uns dennoch getraut damit zu fahren :).

Da es in Detroit keine Hostel gibt, reservierten wir uns ueber das Internet ein nobel ausgestattetes 0.5 Stern Hotel :). Ich wuerde behaupten, es hat sich erfolgreich versucht in das Landschaftsbild von Detroit zu integrieren. Die Zimmer sind schon in Ordnung, sauber und bieten alle Basics. Richtig zum wohlfuehlen :) - waeren da nicht einige suspekt aussehenden Gaeste, die das Hotel eher fuer kuerzere Zeitperioden bewohnen und bei denen ”Stunden” als als Abrechnungseinheit gilt :).

Seit langem hatte ich heute erstmals wieder die Gelegenheit Fotos auf den Server zu laden… Die Bilder von Washington D.C., Chicago und ein paar von Detroit sind nun in der Galerie zu sehen.

to be defined

31. July 2006

Washington D.C. gehoert bereits seit drei Tagen wieder der Vergangenheit an - die Zeit zischt vorbei. Washington D.C. gilt eigentlich als eher unsichere Gegend - koennen wir uns aber kaum vorstellen - haben noch nirgends eine so hohe Polizeidichte gesehen wie in dieser Stadt. Vorallem in der Naehe von den (aus amerikanischer Sicht) “wichtigen” Gebaeuden stehen zig “Law Enforcement” Einheiten :). Sogar in einigen Museen wird man beim Betreten gebeten durch einen Metalldetektor zu gehen und den Rucksack auf das Roentgengeraet zu legen - die Bitte abzulehnen haben wir nie versucht.

Die Entscheidung nach D.C. eine weitere 12 Stunden Fahrt westlich (rund 1200km) nach Chicago auf uns zu nehmen, haben wir bis jetzt auf keinen Fall bereut (mittlerweile sind wir zwar unsere komplette MP3 Sammlung schon 4 mal durch :) ).Chicago Downtown gehoert (unerwartet) absolut zu den Top 5 Plaetzen meiner Reise! Einerseits macht sie einen eher rustikalen Eindruck, aber mit einer ganz besonderen Atmosphaere! Man koennte (und sind auch) Stunden damit verbringen durch die Stadt zu spazieren und die riesigen Wolkenkratzer zu bestaunen. Neben vielen anderen Attraktionen steht in Chicago uebrigens auch das mit 442 Meter ehemals groesste (heute dritt groesste) Gebaeude der Welt - der Sears Tower.

Muelltonnen, Besen, Wasserbecken, Eisenrohre und andere Sperrmuellgegenstaende waren Teil der heutigen Abendgestaltung. Stomp!!! Abartig gute Show - konnte mir vorher nicht vorstellen, dass es so unterhaltsam sein kann 1,5 Stunden einer trommelnden Putzkolonne zuzusehen :).

Visite (be)im Weissen Haus

25. July 2006

Direkt als wir vor dem Weissen Haus standen (genauer eigentlich vor dem 2 Meter hohen Zaun, der das Grundstueck umringt) sind ein ganzer Zug von Polizeimotoraeder, -autos und eine handvoll Oberklassewagen eingetroffen :). Die freundlichen Maenner mit den beeindruckenden Pistolen waren aber nicht sehr von der Idee begeistert, mich an die Autos zu lassen, damit ich durch die getoenten Scheiben haette spaehen koennen. Kurz zuvor als wir uns noch vor dem Capitol herumtrieben, sahen wir 4 grosse Helikopter ebenfalls beim Weissen Haus landen - wir nehmen an auch um menschliches Gut zu entladen.

Aus sicherheitstechnischen Gruenden haben sich Faeger und ich gegen eine Fortsetzung unserer Versuchsreihe entschieden. In Washington D.C. haetten wir gerne die Auswirkungen untersucht, was wohl passieren wuerde wenn einer von uns (das waere Faeger gewesen) mit einem dicken schwarzen Guertel um den Bauch schreiend auf das Capitol zu springen wuerde :). Zur Steigerung des Nervenkitzels haetten wir ihn zusaetzlich noch verschleiern koennen ;).

Der fuenf Stunden Flug von San Francisco bis nach Washington D.C. war nichts besonderes. War bereits der zweite oder dritte Flug mit United. Ich koennte mir Vorstellen, dass eine Jobausschreibung bei dieser Airline etwa folgendermassen aussehen koennte:
“Zur Verstaerkung unseres Teams suchen wir eine junge, unmotivierte Arbeitskraft, die zusaetzlich den Kontakt zu Menschen scheut. Sie bringen mit:
- Verbissenes Erscheinungsbild
- Extreme Abneigung zu Hilfsbereitschaft im Generellen
- Widerwillen fuer Tagesgeschaeft
- Keine Englischkenntnisse vorteilhaft
… tbc”
Echt nicht uebertrieben, habe auf beiden Fluegen vom CheckIn bis in die Kabine kein/e freundliche/r United Angestellte/r getroffen.

Beim Mietauto haben wir uebrigens ein weiteres mal voll den Joker aus dem Deck gezogen :). Leider sitze ich, wie so ueblich hier in den USA, vor einem abgeriegeltem Internetterminal und habe keine Moeglichkeit meine Fotos auf den Server zu bringen… aber alles nur eine Frage der Zeit :).

Semesterbericht vom “Amt fuer Umweltschutz”

22. July 2006

Faeger ist schwer bedrueckt und ich fuehle mich schuldig!! Mit der folgenden Berichtigung moechte ich seinem Wunsch nahekommen und den frueheren Blogeintrag “Spieler-(un)glueck” vom 6. Juli 2006 der Wahrheit anpassen. Ich moechte an dieser Stelle offiziell meine kundgetanen (Falsch-)Aussagen betreffend Faegers Schlafgewohnheiten zurueckziehen und im Namen der Redaktion von my-space.li oeffentlich bekannt geben, dass der GANZE Urwald im ersten Monat unberuehrt geblieben ist und keine akkute Gefahr fuer Natur und Mensch besteht :). Ich moechte mich aufrichtig bei Faeger fuer die Verbreitung der erwaehnten Falschinformation entschuldigen und um Vergebung ansuchen :-).

Alcatraz war super interssant - die 260 Haeftlinge muessen damals waehrend ihrer Inhaftierung wirklich nicht das unbeschwerteste Leben gefuehrt haben. Obwohl - wuerde man teilweise die Quadratmeterzahl pro Person in unseren Hostels ausrechnen (4-10 Personen pro Schlafsaal), koennte im Vergleich die Zelle in Alcatraz noch etwas mehr Platz bieten :). Sogar den Luxus von warmen Dusch-Wasser durften die Insassen geniessen - aber nur deshalb, damit sie sich nicht zu sehr an kaltes Wasser gewoehnen konnten und bei einem moeglichen Ausbruch durch schwimmen das Festland erreichen wuerden. Schaut in der Galerie - das ein oder andere Foto wurde wieder geschossen :).

Ach ja -  hat von euch jemand eine Ahnung wo die letzten vier Wochen geblieben sind?? Muessen mir irgendwie abhanden gekommen sein :). Der erste Teil unseres Staatsbesuches bei der Weltmacht sind um. Morgen, anschliessend an unsere Verabschiedung beim Governator Arni, fliegt uns die United Maschine um 10Uhr nach Washington D.C. um die Verhandlungen im Weissen-Haus fortzusetzen.



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